Asbestinformation: Was sie beim Abspritzen von Asbestdächern und Fassaden beachten sollten

Asbestinfo

In Deutschland sterben etwa 1.500 Menschen jährlich aufgrund eines unfachmännischen Umgangs mit dem gefährlichen Baustoff Asbest.

So werden beim Abspritzen von Asbestdächern und Fassaden umliegende Flächen kontaminiert. RP-Arbeitsschutz-Experten und Gewerbeaufsichtsämter mussten in den letzten Jahren wegen unerlaubter Tätigkeiten an asbesthaltigen Dächern und Fassaden vor Ort eingreifen. Die Ursachen waren dabei fast immer Reinigungsarbeiten mit einem Hochdruckreiniger.

„Beim Abspritzen mit Hochdruckgeräten kommt es zur Freisetzung von Krebs erzeugenden Asbestfasern und Kontaminierung der umliegenden Garten- und sonstigen Flächen“, erläutert der Experte. Unerlaubtes Abspritzen von Asbestflächen hat Strafverfahren und hohe Reinigungskosten zur Folge.

Asbestinformation: Was sie beim Abspritzen von Asbestdächern und Fassaden beachten sollten

Die Arbeiten sind in der Regel sofort gestoppt worden. Die ausführenden Firmen oder Hauseigentümer müssen sich jetzt in einem Strafverfahren wegen des verbotenen Umgangs mit asbesthaltigen Bauteilen verantworten. Aber allein mit einer Geldstrafe sei es oftmals noch nicht getan, erläutert ein Sachverständigengutachter: „Benachbarte Grundstücke müssen wegen der freigesetzten Asbestfasern von sachkundigen Sanierungsfirmen gereinigt werden, was je nach Belastung des Grundstückes ebenfalls zu hohen Kosten führen kann“.

Denkbar sei auch, dass neben der Reinigung des kontaminierten Gebäudes die komplette Grundstücksvegetation eingekürzt oder entfernt und gegebenenfalls ein Oberflächenabtrag aller Rasen- und Beetflächen veranlasst werden müsse. Für die Bewertung der Sachlage werde im Regelfall ein kostenpflichtiger Sachverständiger eingeschaltet.

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